Am Anfang der Saison kamen neue Helme in Haus. Ich habe hier darüber berichtet. Am Ende der Saison und einige tausend Kilometer später, will ich hier einen kurzen Erfahrungsbericht geben.
Ausschlaggebend für die neuen Helme Probiker KX4 Z Link war das eingebaute Kommunikationssystem. Es funktioniert soweit tadellos. Die Verbindung zwischen zwei Helmen, ist sie einmal eingerichtet, lässt sich problemlos herstellen. Die Verbindung zum Telefon ist ebenso einfach herzustellen. Dringende Anrufe kann ich entgegen nehmen, um den Anrufer mitzuteilen, dass ich bei der nächsten Gelegenheit zurück rufen werde. Mit dem Sozius kann ich nun auch reden oder umgedreht. Endlich habe ich eine Navigationsstimme, die ich nicht nur höre, sondern auch spüre.
Jedoch bei höheren Geschwindigkeiten, größer 120 km/h, ist die Verständigung schwierig. Die Windgeräusche machen sich relativ laut bemerkbar und dann muss man schon etwas lauter reden. Es gibt einen Lautstärkeregler am Kommunikationssystem, doch bei solcher Geschwindigkeit konzentrier ich mich lieber auf die Straße als den Regler am Probiker KX4 Z Link zu suchen. Er ist nicht so schwer zu finden, aber es ist eben doch ein Moment der Ablenkung, den richtigen Knopf zu treffen.
Die Akkus des Kommunikationssystems zeigen noch keine Verschleißerscheinungen. Die Betriebszeit ist auch für eine längere Tour ausreichend. Ich habe die Helme schon 8 Stunden am Stück in Benutzung gehabt und die Kommunikation war noch immer gegeben. Die Reichweite der Bluetooth-Chips ist für Motorradfahrer und deren Sozia ausreichend. Vom Hersteller sind 10m angegeben. Im Freien oder bei wenig Störungseinflüssen reicht die Verbinndung aber auch schon mal ca. 15m.
Die Sichtverhältnisse des Helmes sind gut. Das Visier beschlägt schnell. Hier habe ich durch ein passendes Antibeschlagvisier von Louis Abhilfe geschaffen. Es funktioniert wunderbar. Aber Achtung! Die von Louis als Empfehlung zum Probiker KX4 Z Link angebotene Pinlock Innenscheibe passte, jedenfalls bei mir, nicht. Der Riegel für die Sonnenblende lässt sich auch mit Handschuhen gut bedienen.
Etwas nervig sind die Windabweiser unter dem Kinn. Der Ausschnitt ist ziemlich klein. Beim Aufsetzen des Helmes passiert es daher leicht, dass sich der Windabweiser löst und friemelig wieder eingeclipst werden muss. Ganz besonders aufpassen sollte man beim Verschluss des Kinnriemes. Wenn der Metallring unter der roten Lasche liegt, was schnell mal passiert, schließt der Helm nicht richtig!
Oder kurz gesagt, bis auf kleine Einschränkungen, bin ich alles in allem, mit dem Helm zufrieden. Ein Motorrad-Helm mit Kommunikationssystem zu einem vernüftigem Preisleistungsverhältnis.
Aaaber, hier geht es nicht um die Begleitperson auf dem Sozius-Sitz. Nein, hier geht es um ein Begleitfahrzeug für Motorradtouren. Bei NordMeerBiker kann man ab sofort ein Begleitfahrzeug für Motorradtouren mieten. Viele Motorradfahrer kennen das. Eine richtige Abenteuer-Tour soll es werden. Ob mit 50ccm in die Alpen oder mit mehr PS bis ans Nordkap. Es gibt viel Gepäck zu transportieren. Da soll ein Zelt mit und die Penntüte. So ganz hart möchten Biker auch nicht liegen, also Isomatte noch dabei. Das eine oder andere Werkzeug wäre auch nicht schlecht. Klar wollen Biker auf so einer Tour fahren und nicht schrauben. Aber nicht jede kleine Panne soll schließlich zum Abbruch der Tour führen. Das elektronische Equipment vom Mobiltelefon über Kamera und Netbook/iPads will sicher verstaut werden. Ja und a bisserl was zum auf dem Leib tragen braucht’s auch. Wenn es denn ginge, wäre eine zweite Motorradkombi gut, nach einem vielleicht nassen Tag. Nicht zu vergessen, ein wenig was zum beissen und ein paar Liter Flüssigkeit sollen vielleicht auch noch mit an Bord. Da sind die Packtaschen oder Seitenkoffer schnell an ihren Grenzen.
Doch das Begleitfahrzeug kann mehr als nur Gepäck transportieren. Mit dem richtigen Werkzeug an Bord, wird bei einer Panne direkt vor Ort erste Hilfe am Motorrad geleistet. Gegen Plattfüße fährt ein Kompressor mit. Geht es dem Bike oder dem Fahrer mal nicht so gut, können beide transportiert werden. Ein Notvorrat an Kraftstoff ist auch immer mit dabei. Alle elektronischen Ausrüstungsgegenstände der Tourteilnehmer sind sicher untergebracht und können bei Bedarf auch unterwegs nachgeladen werden. An Rastpunkten serviert das Begleitpersonal ganz nach Wunsch dann auch noch einen heißen Kaffee oder ein kühles (alkoholfreies) Bier. Für die abendliche Runde am Lagerfeuer findet nicht nur der Grill seinen Platz, sondern auch der Kasten mit “richtigem” Bier.
Während der Motorrad-Tour ist das Begleitfahrzeug immer in der Nähe. Es fährt voraus oder hinterher oder kürzt die Strecke ab, damit am Rastpunkt schon mal das Picknick vorbereitet werden kann.